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AM ANFANG STEHEN IMMER DIE ANAMNESE UND DIE KÖRPERLICHE UNTERSUCHUNG

Das ärztliche Gespräch und die Methoden der unmittelbaren Untersuchung der Patienten sind auch heute noch Grundvoraussetzungen jeder  Diagnostik und Behandlung. Die ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und die direkte körperliche Untersuchung sind keineswegs antiquiert. Ohne diese beiden Grundsäulen ist auch eine moderne Medizin nicht möglich. Das ist und bleibt die Basis.

ANAMNESE / VORGESCHICHTE

Von besonderem Interesse sind frühere Erkrankungen, die in mutmaßlichem oder sicherem Zusammenhang mit den aktuellen Beschwerden stehen, sowie Hinweise auf familiäre/genetische Risikofaktoren, psychosoziale Aspekte, Lebensgewohnheiten, und bisherige Erfahrungen mit der Einnahme von Medikamenten. 


All diese Informationen werden bei der weiterführenden Diagnostik und dem individuellen Behandlungsvorschlag berücksichtigt.

UNTERSUCHUNGSGANG UND BLUTDRUCKMESSUNG

Zu Beginn jeder Untersuchung wird der Blutdruck an beiden Oberarmen gemessen. Eine Seitendifferenz des Blutdrucks an den Oberarmen kann man nur bei simultaner, d.h. gleichzeitiger Messung mit zwei Geräten bzw. einem Gerät mit zwei Manschetten (siehe Abbildung) feststellen. Kleine Unterschiede sind normal. Man sollte stets an dem Arm mit dem höheren Wert messen, weil dieser den systemischen Blutdruck repräsentiert. 

Bei einer größeren Seitendifferenz (wiederholt >10-15 mmHg) besteht der Verdacht auf eine Arterieneinengung auf der Seite mit den niedrigeren Werten; dies muß dann weiter untersucht werden.

Die körperliche Untersuchung beinhaltet insbesondere die Erfassung des Herz- und Lungenbefundes, des Gefäßstatus, sowie weitere internistische und neurologische Untersuchungen je nach Beschwerdebild.

BLUTDRUCKMESSUNG AN ALLEN VIER EXTREMITÄTEN

Der Blutdruck wird bei der Erstuntersuchung nicht nur im Seitenvergleich (linker und rechter Oberarm), sondern auch im Vergleich obere und untere Extremität gemessen (siehe Abbildung). Normalerweise ist der Blutdruck im Liegen an den Beinen etwas höher als der Druck in den Armen. Bei Durchblutungsstörungen in den Beinen und besonderen Gefäßerkrankungen ist der Blutdruck in den Beinen signifikant erniedrigt.  

Sind die Fußpulse nicht sicher tastbar, wird eine Doppleruntersuchung (Ultraschall) durchgeführt (siehe Abbildung). Hiermit gelingen der Nachweis und die genaue Lokalisation der Pulsation sowie eine exaktere Blutdruckmessung.

Bei jeder Erstuntersuchung wird auch die Messung der Pulswellengeschwindigkeit als Indikator der Gefäßelastizität gemessen (siehe unter Pulswellenanalyse).